ZITTERND, WANKEND

2021-2022

Klanginstallation

Stahlfeder, Tactile Transducer, Eimer

Die Installation ist ausgehend von dem Gefühl der inneren Erschütterung entstanden. Persönliche Erfahrungen oder Momente, globale Tatsachen oder Zustände, die vielleicht sehr weit, vielleicht aber auch zeitnah zurück liegen oder gegenwärtig sind, und die einen so zu erschüttern vermögen, dass sie ziemlich weit in den eigenen Alltag, das eigene Leben hineinzittern.

 

Kern der Installation ist ein Transducer, welcher zwischen zwei Stahlfedern in der Luft hängt. Die eine Feder führt zu einem silbrigen Zinkeimer, welcher als Resonanzkörper dient, die andere führt zu dem dazugehörigen Deckel, welcher von der Decke hängt und ebenfalls resoniert. Der Transducer spielt sehr tiefe Sinustöne (unter 50Hz) ab. Durch die Bewegung des Transducers werden die Federn in Bewegung versetzt und schwingen je nach Frequenz unterschiedlich stark, was dann wiederum bei den Resonanzkörpern zu klingen beginnt.

 

Die Installation verbindet die visuelle Ebene des Klanges mit der akustischen. So sieht man teilweise den Klang durch die Schwingung der Feder, hört ihn jedoch noch nicht.  Auch ist es möglich, die Bewegung, bzw. Schwingung von Frequenzen unter 20Hz zu hören.

Da die Federn unterschiedlich lang und unterschiedlich stark gespannt sind, bewegen sie sich nicht gleich stark zu denselben Frequenzen.